VW: Vee are family

Viele Karrieren begannen im Formel V

Strietzel Stuck war mit Begeisterung dabei

So transportierte man damals Rennwagen

Happy Birthday, Formel V!

Fotos: VW

Mit einer „Lap of Honour“ kurz vor dem Start der berühmten 24 Stunden von Daytona hat Volkswagen mit einer Parade der schönsten Formel-V-Renner das 50-jährige Bestehen der Serie gefeiert. Diverse Motorsport-Größen gaben sich auf dem 5,729 Kilometer langen „International Speedway“ die Ehre. Besonderen Glanz verliehen der Veranstaltung einer der Ingenieure der ersten Stunde, Kurt Bergmann, sowie das allererste Formel-V-Auto: der „Nardi“ aus dem Besitz der Gründerfamilie Hubert Brundage. Dieser wurde beim Revival vom zweifachen Indy-500-Sieger Arie Luyendyk pilotiert.

„Das war ein sehr emotionales Erlebnis, die Anfänge von Volkswagen Motorsport vor einer so beeindruckenden Kulisse und gemeinsam mit so großen Namen aus dem Rennsport feiern zu dürfen“, so Volkswagen-Motorsport-Direktor Jost Capito. „Die Formel V hat viele spätere Motorsport-Legenden wie Hurley Haywood, Niki Lauda, Jochen Rindt oder Emerson Fittipaldi bei den ersten Karriere-Schritten begleitet. Das Revival hier in Daytona, dort, wo mit dem ersten Formel-V-Rennen alles begann, hat viele dieser Legenden wieder zusammengebracht, worauf wir sehr stolz sind. Vee are family – die Formel V ist ebenso wie Volkswagen eine große Familie.“

Arie Luyendyk: „Für mich war es wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Auf dem gleichen Auto wie dem ,Nardi‘ habe ich meine erste Rennerfahrung in Zandvoort gesammelt. Mein Vater hat die westeuropäische Meisterschaft 1972 gewonnen, als 15- jähriger Junge habe ich schon an Formel-V-Autos geschraubt. Den Wagen, mit dem mein Dad damals gewonnen hat, habe ich jetzt im Internet gefunden und lasse ihn nun restaurieren.“

Hans Joachim „Strietzel“ Stuck: „Ein grandioses Gefühl! Ich bin ein sehr emotionaler Typ und habe mich auf die Runde hier in Daytona riesig gefreut. Nach mehr als 40 Jahren wieder in einem Formel V zu sitzen und dann hier durch die Steilwand zu fahren, war großartig. Zwar habe ich vor zwei Jahren die Rennfahrerschuhe an den Nagel gehängt, aber als die Zielflagge kam, habe ich die Entscheidung für einen Moment bedauert. Außerdem habe ich das Wochenende sehr genossen, weil ich mit guten Freunden wie Dieter Quester, „Poldi“ von Bayern oder Arie Luyendyk zusammen war.“

Rallye-Ikone Markku Alén: „Absolut brillant, ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich bin zum ersten Mal in Daytona gefahren und hätte nie gedacht, dass die Steilkurve so extrem ist – umso mehr Respekt habe ich vor den Indycar-Piloten und den Fahrern beim 24-Stunden-Rennen. 1970 in Helsinki saß ich das letzte Mal im Formel V. Das war Gänsehautfeeling im Cockpit, auch wenn es fast 20 Minuten gedauert hat, bis ich wieder rausgekommen bin. Man wird halt nicht jünger und schlanker.“

Dieter Quester: „Man fühlt sich wie 30, 40 Jahre in einer Zeitmaschine zurückgeschossen, und das ist ein super Gefühl! Es war seit 1969 das erste Mal für mich wieder im Formel-V-Auto und hat Riesenspaß gemacht, genauso wie früher. Gern wäre ich noch ein paar Runden mehr gefahren – und natürlich auch schneller!“

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