Kombinierte Geschichte

Opels Kombi-Geschichte

Opels Kombi-Geschichte

Opels Kombi-Geschichte

Opels Kombi-Geschichte

Opels Kombi-Geschichte

Die Premiere des neuen Astra-Kombis, dem Sports Tourer auf dem Pariser Autosalon im Oktober veranlasst die Rüsselsheimer dazu, auf die Kombi-Geschichte zurückzublicken.

Wir schreiben das Jahr 1953: Opel stellt den Olympia Rekord Caravan im Jahr lancierte. Ein Auto, das es seinen Besitzern ermöglichte, dasselbe Fahrzeug beruflich wie privat flexibel einzusetzen. Seit Beginn der Automobilgeschichte herrschte eine klare Trennung zwischen Liefer- und Personenwagen: Lieferwagen hatten ausschließlich Waren und sperrige Güter zu transportieren, Personenwagen hingegen mussten den Insassen größtmöglichen Komfort und Platz bieten. Die meisten der heute selbstverständlichen täglichen Fahrten, die den Einsatz eines Kombis erfordern, gab es damals gar nicht: Die wöchentliche Einkaufsfahrt zum Supermarkt oder der Kurzurlaub mit Surfbrett waren noch kein Thema. Bis Mitte der 30er Jahre fand nicht einmal das Reisegepäck im Innenraum der Autos Platz. Üblicherweise wurden wetterfeste Koffer auf Gepäckbrücken am Wagenheck oder auf den Trittbrettern verzurrt.

Als der kleine US-amerikanische Autohersteller Hudson den neuen Terraplane Station Wagon 1936 vorstellte, ahnten die wenigsten, dass dieses neuartige Fahrzeug die Art und Weise des Reisens verändern würde – sei es im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder einfach zum Transport der Familie. Zur damaligen Zeit galt der Terraplane als einer von vielen Design-Versuchen, die Proportionen einer Limousine und eines Lieferwagens miteinander zu kombinieren.

Dennoch war der Terraplane mit seiner holzbeplankten Karosserie und der großen Hecktür die erste kompromisslose Umsetzung des Kombi-Konzepts und der erste in Großserie produzierte Kombi. Allerdings dauerte es bis nach dem Zweiten Weltkrieg, ehe sich die Idee auf dem Markt durchsetzen konnte – bis dahin gab es keinen Bedarf für geräumige, vielfältig einsetzbare Fahrzeuge.

Dies änderte sich Mitte der 1940er Jahre mit dem Aufkommen der Mittelschicht, die vor allem aus unabhängigen Handelsvertretern, Verkaufsrepräsentanten und Handwerkern bestand, die für ihre beruflichen Zwecke ein Fahrzeug benötigten, sich aber kein weiteres Auto für die Familie leisten konnten. Alle großen US-Autohersteller begannen mit dem Verkauf von Kombis, ließen die Karosserien jedoch bei kleineren Zulieferern herstellen, weil sich für die vergleichsweise geringen Stückzahlen die zeitaufwendige Kleinserienfertigung nicht lohnte.

Die kleinen, oft handwerklich orientierten Karosseriebauer fertigten die speziellen Kombi-Karosserien in Holz- oder in Holz/Stahl-Bauweise. Die heute als besonders attraktiv geltenden Karosserien früherer amerikanischer Kombis („Woodies“) waren nichts anderes als Notlösungen: Die Karosserie-Zulieferer verwendeten Holz, weil die Verarbeitung von Stahl zu aufwendig gewesen wäre.

Als die Nachfrage nach den vielseitigen Fahrzeugen stetig stieg, gingen die US-Großserienhersteller dazu über, die Kombis in Ganzstahl-Bauweise in den eigenen Werken zu produzieren – oft beplankt mit Holzpaneel-Imitationen, die dafür sorgten, dass sich die Kombis optisch von reinen Lieferwagen abhoben.
In Europa begannen mit dem Bau selbstragender Karosserien die Grenzen zwischen Lieferwagen und Personenwagen zu verwischen – allerdings erst mit dem einsetzenden Wirtschaftswunder der 1950er Jahre.

Wie schon einige Jahre zuvor in den USA entstand mit der aufkommenden Mittelklasse sowie einem Babyboom der Bedarf für eine neue Art von Auto. Kombis boten die perfekte Lösung, denn sie dienten während der Woche als Lastesel, am Wochenende dagegen als Familienauto. Opel erkannte diesen Trend und bot ein entsprechend flexibles Auto an.

<< Erste < Vorherige 1 2 3 Nächste > Letzte >>

Kommentare aus der Community

Sie sind nicht angemeldet. Nur angemeldete User können Kommentare schreiben und beantworten.

Zur kostenlosen Registrierung geht´s im Bereich Community.

Bereits registriert? Dann melden Sie sich über das Formular in der linken Spalte an und schreiben Sie hier Ihren Kommentar!